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Anka ist auf die Welt gekommen, um alles was vier Beine hat und augenscheinlich schwächer ist als sie zu vernichten. Sie ist eine selbstbewusste und sehr starke Hündin mit (leider) hochgradiger Sozialaggression und Beutetriebverhalten bis zur Endhandlung.

Menschen allerdings ignoriert sie komplett, auch Kinder oder auffällige Erwachsene stellen keinerlei Probleme für sie dar, zudem ist sie sehr sicher in allen Umweltsituationen. Diese Eigenschaft im Sozialbereich ‚Mensch – Hund’ und Ihre Sicherheit haben es Ihr ermöglicht, in dieser "unserer Welt" leben zu dürfen.
Harte Arbeit und Konsequenz formten sie zu einem Hund, der führbar, kontrollierbar und händelbar ist.
Im Hundesport ist sie eine "Granate" - sie gibt überall 1000%. Führigkeit musste hart erarbeitet werden, sie wurde gerne bei jedem Training wieder auf die Probe gestellt. Ankas ausgeprägter Spiel- und Beutetrieb ist jederzeit abrufbar und unermüdlich.

Ich konnte durch sie in eine ‚Hundewelt’ eintauchen, welche mir ohne diese "Art von Hund" sicher immer verschlossen geblieben wäre. Anka lehrte mich, Verständnis für "schwierige" Hunde zu bekommen.

Anka ist eine unglaubliche Persönlichkeit und ich bin stolz, diesen Hund haben zu dürfen!
 
 
  
Geburtsdatum: 06.11.1994
Zuchtbuchnummer: SZ: 1914237
Untersuchungen: HD fast normal
Prüfungen: BH, AD, SchH3, IPO3, ÖPO3, FH3, IPO - FH

   
 

Hexe Feuerstein ganz privat
Tja…wo soll ich bei meinem "Feuersteinchen" anfangen?

Anka hat sämtliche Theorien und Praktiken, welche ich mir in 12 Jahren über Hundeverhalten und Hunderziehung angeeignet hatte, innerhalb weniger Tage einfach über den Haufen geworfen.

Als der Schäferhundzüchter aus unserem Dorf mit der einjährigen Anka vor mir stand und mir anbot, dass ich sie für ihn ausbildete…musste ich nicht lange überredet werden. Anka machte einen wirklich fetzigen Eindruck und sie blieb sofort bei mir, wo sie die ersten drei Nächte gleich mal die ganze Siedlung zusammen kläffte. Hmm ja…kann mal vorkommen!

Sehr selbstbewusst zeigte sie sich beim Spazierengehen, sicher und unbefangen…bis wir dem ersten "nicht menschlichen" Lebewesen begegneten – Anka zog einen "Stachelschweinmantel" an, setze eine "Hasskappe" auf, sprang vor Wut mit allen vier Pfoten in die Luft und flippte völlig aus - so was hatte ich noch nie erlebt!

Unser erster Spaziergang endete mit 4 verjagten Katzen, wo Hexe eine Kraft entwickelte, dass ich sie kaum halten konnte, 2 angekläfften Hunden und 3 gefangenen und in Windeseile gefressenen Mäusen.
Na prima, dachte ich mir…das werden wir schon hinbekommen!

Die nächsten Spaziergänge gestalteten sich ähnlich, es war sehr anstrengend und ich musste voll konzentriert sein. Witzigerweise: wenn nichts war, dann war auch bei Anka nichts los und sie trottelte völlig gelangweilt neben mir her, um sich dann in Rekordzeit von Null auf Hundert zu katapultieren.

Gut – ich lerne ja dazu…es waren einige "Baustellen" zu bearbeiten.
Erschwerend kam dazu, dass Anka eigentlich nicht wirklich sozialisiert war, sie hatte das erste Jahr bei dem Vorbesitzer nur mit ihrer Mutter zusammen auf dem Grundstück ALLES hinter dem Tor angekläfft. Wenn sie mal ruhig gewesen ist, dann musste ein Huhn dran glauben oder sie machte anderweitig Blödsinn. Die Sympathien anderer Leute für sie hielten sich aus diesem Grund auch in Grenzen, so dass sie nie wirklich den Menschen als gescheiten Sozialpartner kennenlernte.

Das bedingte, dass sie Menschen eigentlich gar nicht wahrnahm, diese waren nur wichtig als Futterspender, zum Gassi gehen und als Ballwurfmaschine.
Upssalla …eine harte Nuss!

Auch mir fehlte in der Anfangsphase einiges an Verständnis für die verrückte Nudel. Ich habe es meinem damaligen Lebenspartner zu verdanken, dass ich Anka verstehen lernen konnte. In der Anfangszeit hat sie mich auf der einen Seite nur ignoriert und auf der andern Seite total genervt. Das war ich von meinen
Hovawarten einfach nicht gewöhnt.

Aber ich packte es an, versuchte mich in Anka ´reinzudenken und ihre triebhaften Aktionen in die richtigen Bahnen zu lenken.
Mein erster Co-Therapeut war der Rottweilerrüde meines Partners. Da es nicht möglich war, Anka jemals mit anderen Hunden spielen zu lassen, egal ob Rüde oder Hündin, haben wir unseren Bollmann mit ihr bekannt gemacht.

Anka flog in den Rottweiler ´rein wie eine Kanonenkugel, wollte ihn gleich umrempeln und verprügeln. Bollmann stand wie ein Fels in der Brandung und guckte so nach dem Motto "Na Kleines…bisschen viel Spinat gefrühstückt heute?"’…und Anka fielen fast die Augen raus!
Nach dieser gescheiterten Attacke brachte sie es tatsächlich fertig (in ihrem Lieblingskostüm) Bollmann erst einmal zu beschnüffeln.
Das war ein großer Erfolg für sie. Sie lernte Schritt für Schritt sich mit Bollmann zu verständigen und sie schaffte es sogar mit ihm zu spielen und zu toben.

Dieser Erfolg brachte uns ein ganzes Stück weiter.
Als zweiten Schritt gewöhnte ich sie an meinen Hovawart Enno, der ebenfalls ihren Attacken standhielt so dass sich eine durchaus passable Freundschaft entwickelte.

Aber Ihre wirklichen Freunde sind bis heute peinlichst ausselektiert und an zwei Händen abzuzählen.
Nun ging es daran, die Leinenaggression und den unbändigen Jagdtrieb halbwegs in den Griff zu bekommen. Eine Mischung aus aversiven Mitteln und Motivation machte sie letztendlich führbar - aber auch nur bei hoher Konzentration von meiner Seite aus.
Ich bin erst viel später drauf gekommen, dass Hexe so gut wie schmerzunempfindlich ist und habe nun verstanden, weshalb sie so schlecht reagierte.

Die Arbeit im Hundesport halfen Anka dabei, ihre Triebe auszuleben und wir beide wurden immer besser…Jedes Schwanzwedeln von ihr (was mir galt) war eine große Belohnung für mich.
Letztendlich beschloss ich nach einem Jahr, Anka zu behalten, diese Hündin faszinierte mich immer mehr. Der Züchter war zwar erst nicht wirklich begeistert, sah aber dann doch ein, dass er an ihr keine Freuden haben würde.
Nun war sie MEINE Hexe!

Jeden Tag mit ihr musste ich mir hart erarbeiten, immer volle Konzentration - es hat sich gelohnt: Anka ist handlebar geworden…aber auch ich musste die Grenzen akzeptieren.
So konnten ich Ihren Jagdtrieb nicht unterbinden, ich hätte sie "schachmatt" setzen müssen.
Auch musste ich mit den unzähligen gekillten Igeln leben oder eben mal wieder tief durchatmen, wenn sie einem Marder an der Leine das Genick umgedreht hatte. Und ich wurde ein Freund der Laufleine *g*
Leider stellte ich immer wieder die Unvernunft der Hundebesitzer aus der "Der tut nichts-Fraktion" fest…und wie viele nicht gehorchende Hunde es auf dieser Welt gibt ebenso wie völlig ahnungslose Hundebesitzer – aber Anka hörte zum Glück ziemlich sicher auf das Kommando "Aus" :-)

Ihre Bellfreude war leider nicht zu durchbrechen und sie schaffte es bis an Ihr Lebensende, die Nachbarskatze, welche sich auf dem Balkon sonnte, stundenlang zu verbellen, wenn ich nicht den "Ausknopf"’ bei Ihr drücke.
In der Zeit, als ich Anka als Einzelhund hatte, wurde sie viel zugänglicher. Wir machten alles gemeinsam, sie war immer mit bei mir, ich wurde durch immer mehr Zugänglichkeit von Ihrer Seite aus belohnt. Ihre Leidenschaft waren lange Wanderungen oder Skitouren und ich hatte dabei eine wirklich glückliche Anka.

Als der "kleine" (Cooper) zu uns kam, bereicherte es durchaus ihr Leben. Ich lernte wieder Seiten von Ihr kennen, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Auch Banja wurde mit 6 Monaten akzeptiert und unsere alte Lady hat sich mit dem jungen Fräulein sogar auf einige Spielrunden eingelassen, es war toll unser Dreierteam in den Interaktionen zu beobachten.

Unsere Anka ging mit 13,5 Jahren stolz und ungebrochen, sie nahm mir die Entscheidung ab und verabschiedete sich, als sie es für richtig hielt. Mein 'Feuersteinchen' - wir werden Dich nie vergessen!
  

Anka in der Ausbildung

Als ich meine Hexe mit einem Jahr übernahm, konnte sie "gar nichts" - außer einen "Kreuzblick" bekommen wenn ein Ball im Umkreis von 50m zu erahnen war. Madame war so ballbekloppt, dass sie nicht mehr ansprechbar war. Mit dieser Art von Trieb konnte ich erst nicht umgehen. Anka macht entweder "0" oder "100" und bei "100" war kein Lernen mehr möglich.


Naja…da ich ja schon einige Erfahrung mit der Hundeausbildung hatte, dachte ich mir, "Das Kind werde ich wohl schaukeln"… aber Pustekuchen - ich rannte in allen Sparten erstmal gegen die Wand. In der Fährte zog sie wie eine Bekloppte, in der Unterordnung bedrängte sie und jammerte ständig und im Schutzdienst war sie unführbar. Also war ich mit meinen Kenntnissen, welche sich auf die Ausbildung der eher "geschmeidigen" Hovawarte beschränkten, schnell am Ende.


Ich musste völlig umdenken, mich mit diesem Typ Hund beschäftigen und ganz von vorne anfangen. Da ich einen sehr engagierten und einfühlsamen Partner hatte, der mir Anka näher brachte, lernte ich, sie zu verstehen, mir ihr zu arbeiten und umzugehen.
Wir wurden ein tolles Team, so dass ich meine bisher größten Erfolge im Hundesport mit Anka verzeichnen konnte.


Ich bin mit ihr im Landkreis Weserbergland viermal hintereinander Kreismeister geworden (1998, 1999, 2000, 2001).


Wir nahmen in diesen Jahren jeweils an den Landesmeisterschaften in Niedersachsen teil und waren immer (bis auf einen Ausfall, wo ich erkrankt war) unter den ersten Zehn platziert. Bestes Ergebnis 1998 Platz Drei.
Wir nahmen im Jahr 1998 an der Deutschen Meisterschaft DHV im Schutzhundebereich teil, schlugen uns tapfer und platzierten uns im guten Mittelfeld.


Nachdem leider eine Spondylose das Ende von Ankas Kariere als Schutzhund bedeutete (und das schon mit 6,5 Jahren) arbeiteten wir uns etwas intensiver in die Fährtenausbildung ein. Diese Arbeit war wieder eine neue tolle Erfahrung für mich. Ich begriff, was es heißt, richtige Fährten zu suchen und vor allem war ich sehr erstaunt, was ein Hund lernen kann und zu welchen Leistungen er in der Lage ist.
Das Training wurde für mich wirklich zu einem Erlebnis! Anka und ich nahmen in Österreich noch erfolgreich an drei Bundesmeisterschaften und zwei Staatsmeisterschaften FH teil.


Ihre letzte FH 2 suchte sie im Alter von 11 Jahren mit 97 Punkten vorzüglich.
Sie hat Ihren Ruhestand genossen und fehlt uns allen sehr!

 
Datum: Prüfung: Ergebnis:
09.11.1996 BH bestanden, beste BH
07.06.1997 SchH1 94/86/87a 267 G
14.03.1998 SchH2 100/91/97a 288 V
19.04.1998 SchH3 100/86/93a 279 SG, Kreismeister
22.08.1998 SchH3 96/94/92a 282 SG, 3. Platz LVM
25.09.1998 SchH3 DM DHV 87/81/82a 250 G
24.04.1999 SchH3 100/94/97a 291 V Kreismeister
23.10.1999 FH1 FH LVM 75 Befr.
06.11.1999 IPO3 92/94/90a SG
29.04.2000 SchH3 91/90/97a 278 SG, Kreismeister
01.07.2000 ÖPO 3 96/95/95a 286 V
19.08.2000 SchH3 LVM 98/91/92a 281 SG, 7. Platz
21.04.2001 SchH3 97/91/92a 280 SG, Kreismeister
07.07.2001 FH3 82 G
18.08.2001 SchH3 LVM 98/85/89a 272 SG, 10 Platz
27.09.2001 FCI FH Bundesmeisterschaft 43/92 135 M
20.10.2001 ÖPO 3 95/91/94a 280 SG, Vereinsmeister
04.05.2002 FH3 93 SG
26.09.2002 FCI FH Bundesmeisterschaft 90/92 182 SG
26.10.2002 FCI FH Staatsmeisterschaft 5/94 99 M
26.09.2003 FCI FH Bundesmeisterschaft 92/95 187 SG
25.10.2003 FCI FH Staatsmeisterschaft 72/97 G
15.10.2005 FH2 97 V
 

Antje mit Hexe auf der DHV DM 1998

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